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Gasprobleme

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26235 Gasprobleme - Detlef Ress 05. Mai 2015 21:50:08

Liebe Clou Gemeinde,
in der letzten April Woche waren wir im oberhessischen Bergland unterwegs, wo es nachts auch mal auf minus 5 Grad runter-ging. Die Gasanlage lief mit LPG.
Als wir abends nach einem Restaurantbesuch in das Wohnmobil zurückkamen, war es voller Gas. Zwei Geräte waren in Betrieb: der Kühlschrank und die Alde-Heizung. Die Heizung lief noch, der Kühlschrank war offensichtlich ausgegangen, blinkte aber nicht. Ich vermute deshalb, dass sich der Kühlschrank verabschiedet hatte, ohne dass das magnetische Sicherheitsventil geschlossen hat. Ich kann mir das nicht erklären, aber es muss nicht anders gewesen sein.
Nun vermute ich neben dem mechanischen Defekt auch ein Problem mit dem LPG-Gas, das bekanntlich bei Temperaturen von unter 5 Grad Plus nicht mehr ordentlich vergast. Irgendwann ist vermutlich die Kontroll-Flamme ausgegangen und das Gas ist munter weiter geströmt, weil das Magnetventil nicht geschlossen hatte. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Gaskonzentration kritisch geworden wäre. In der Heizung brannte ja immerhin eine offene Flamme, die hätte sicher ausgereicht, um das Gemisch zu entzünden.
Seit diesem Abend stehe ich der recht primitiven Sicherheitstechnik im Gasbereich sehr skeptisch gegenüber. Auf jeden Fall werde ich zu Zeiten, wo die Temperaturen im niedrigen Bereich liegen, nicht mehr mit LPG arbeiten sondern meine Propangasflaschen zuschalten. Bei allen Gasanlagen, die ich aus dem professionellen Bereich kenne, sind alle Sicherheitsvorrichtungen doppelt vorhanden. Warum eigentlich nicht in einem Wohnmobil?
Zwei Tage später waren wir dann im Exocamp - dort habe ich erst einmal ein neues Magnetventil für den Kühlschrank beschafft (und bin fast umgefallen, als ich den Preis hörte: 31 Euro - normalerweise kostet das Teil 10 bis 15 Euro) und eingebaut. Sicherheitshalber wurden Kühlschrank und Heizung bei dieser Reise nachts abgeschaltet.
Parallel hat sich dann am letzten Tag (nach 29 Jahren zum ersten Mal) die Alde Heizung verabschiedet. Das Thermoelement brachte zu wenig Leistung und hat den Brenner (vorschriftsmäßig) abgeschaltet. Ein weiteres Problem hat sich dann aufgetan, als ich beim örtlichen Wohnmobilhändler ein Thermoelement beschaffen wollte. Zu alt, meinte er, nicht mehr zu kriegen - na ja, was man so hört, wenn sich die jungen Leute nicht mehr so mit der alten Technik zurechtfinden. Ich habe dann für 11 Euro beim örtlichen Sanitärfachhandel ein Universal-Thermoelement gekauft, eingebaut, funktionierte, aber nicht lange. Der nächste Fehler hatte sich bemerkbar gemacht durch die Unruhe in der Heizung. Herr Jenisch (wenn es den nicht gäbe...) meinte, ich sollte mal den Kasten mit den Schaltern ausbauen, der wäre nur geklippst, und nachmessen, wo die Ströme laufen. Bei dieser Gelegenheit habe ich dann eine kalte Lötstelle an der Sicherung gefunden und nachgelötet. - jetzt funktioniert die Heizung wieder.
Nachdem meine Frau erklärt hat, dass sie nicht im Wohnmobil sterben möchte, habe ich dem Druck nachgegeben und bei Berger gestern einen Gaswarner gekauft. Morgen wird er eingebaut und dann hoffe ich auf ein langes Leben.
Weiterhin mache ich mir ab jetzt Gedanken, wie man die aktive Sicherheit im Kühlschrank verbessern könnte, habe aber noch keine Idee, wie das gehen sollte. Eigentlich müsste beim Ausfall eines Gerätes die gesamte Gaszufuhr am Tank oder an der Flasche abgeschaltet werden, weil sonst das passieren könnte, was ich oben beschrieben habe.
mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26311 Re: Gasprobleme - Joe 20. Mai 2015 10:10:1426235

Jetzt hab ich eine Lösung zusammengeplant. Ist ganz einfach und funktioniert mit jedem Gaswarner.

Bauen werde ich das nach meinem Urlaub. Der Plan geht so:

Der Elektronische Teil:

Basis ist ein linearer Stellmotor, welcher mit einem Thyristor geschaltet wird und einen Mirkoschalter als mechanischen Endschalter hat, welcher die Schaltung nach der Erstauslösung stromlos schaltet.

Ein Tyristor kann mit ca. 20mA gezündet werden und bleibt aktiv solange der Hauptsromkreis geschlossen ist. Damit kann ich jede dauerleuchtende oder blinke LED oder jeden Pipser eines Gaswarners anzapfen, denn dem Thyristor ist egal ob das Signal stetig oder intermittierend kommt. Einmal angeschaltet bleibt der an. Sollte der Abgriff am Gaswarner für die 20mA nicht reichen kommt noch ein Standard-Transistor als Verstärker davor.

Der Thyristor steuert im Hauptstromkreis einen Linearmotor an (so einer von einer Zentralverrielung), welcher dann ein mechanisches Gasventil zuzieht. So ein Linearmotor hat eine Zugkraft von etwa 7kg bei einem Hub con etwa 2 cm. Mit dem richtigen Hebel am Gasventil kein Problem.

Ist das Ventil zu, betätigt der Hebel zuzsätzlich einen Mikroschalter (Unterbrecher), welcher kurzerhand Plus von der gesamtbeschaltung trennt. Damit braucht die Schaltung ein paar Mikroampere in der Scharfstellung (Leckstrom am Thyristor), ein kräftigen Stromstoß bei Betätigung, und 0 Ampere nach Auslösung.

Die ganze Schaltung ist mit einer Sicherung auf Plus zu sichern.

Mechanischer Teil

Ein Reguläres Gassperrventil wie es ein Jeder auch am Haupgasverteiler hat. Handhebel abmontieren, einen passenden HEbelarm montieren, Handhebel wieder drüber. Hebelarm mit Linearmotor verbinden und Mikroschalter so montieren das er bei ZU durch den Hebel ausgelöst wird.

Alternativ ein teureres Kipphebelventil. Mechanisch aber einfacher, das braucht durch den Liniearmotor nur angestossen zu werden.

Das Ganze ausserhalb vom Flaschenkasten, ganz nah dran montieren. Oder im Wasserdichten Gehäuse am Gastank.

Wiederscharfstellung manuell, indem das Gasventil einfach wieder aufgedreht wird. Durch die Ausschaltung ist der Tyristor inaktiviert, damit der Linearmotor stromlos und manuell aufziehbar. Durch das Aufdrehen gibt der Mikroschalter wieder Plus auf die Schaltung und alles ist "scharf".

Durch du Verwendung eines Handesüblichen Gasventils sehe ich auch keinerlei Probleme mit Abnahme und Versicherung im Fall der Fälle. Es ist so nichts unzulässiges im Gassystem verbaut.

Nach meinem Urlaub baue ich das ganze mal auf, mache ordentliche Pläne und Fotos.

Kommentare und Verbesserungen erwünscht!

Kostenpunkt:

Elektronik: Tyristor ca. 0,50€, Schutzwiderstand 0,10€, Miroschalter ca. 1,50€, Linearmotor ca. 8€ ggf 2xWiderstand je 0,10€ und Verstärkertransistor 0,20€, und vielleicht noch ein Kondensatur zur "Verschärfung" des Startimpulses für den Motor ca. 0,30€. Kleinteile wie Platinenrest und Lötzinn, ein paar Leitungen (+, -, Signal), eine Sicherung mit Halter im am Plus-Abgriff, je nach Linarmotor ca. 2A, ca. 2,50€

Mechanik: Metallreste für Grundplatte und Befestigung, Gasventile (Drehventil) ca. 22€, oder Kipphebelventil ca. 70€.

Gaswarner sollte schon vorhanden sein.

>Heutzutage leider nötig<
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26243 Re: Gasprobleme - Rudolf 06. Mai 2015 18:43:3926235

Hallo,
der Kühlschrank sollte von der Rückseite her (Brennerseite) zum Innenraum hin abgedichtet sein (Vorschrift).
Wenn dann Gas ausströmt, verflüchtigt sich das über die Belüftungsöffungen.
Grüße
Rudolf



26246 Re: Gasprobleme - Arnim aus Wertheim 07. Mai 2015 08:53:4026243

Hallo Rudolf,
ich glaube nicht, daß es möglich ist, die Rückseite des Kühlschranks gegen den Innenraum abzudichten, und ich kenne die Vorschrift auch nicht. Wenn ich bei meinem Clou die Pappscheiben für den Winterbetrieb nicht in die Servicetür für den Kühlschrank mache, dann ziehts aus den Fugen rund um den Kühlschrank wie Hechtsuppe, da ist sicher nichts dicht.

Da die ALDE-Heizung aber raumluftunabhängig aufgebaut ist (jedenfalls, solange das Aluflexrohr für die Frischluft noch am Brenner sitzt; war bei mir mal runtergerutscht, nur durch Zufall gefunden), sollte hier keine Gefahr bestehen.

Viel gefährlicher sind kleine Funken der elektrischen Anlage (z.B. im Schalter beim Licht Einschalten), falls wirklich eine kritische Menge Gas im Wagen ist.

Gruß
Arnim



26252 Re: Gasprobleme - Joe 07. Mai 2015 10:20:0626246

gegen Zug am Kühlschrank hilft PU Schaum. Spalten sparsam ausschäumen. Fertig

kleiner Trick: Flächen vorher mit Silikonspray dünn behandeln, dann hafter der Schaum nicht so fest und der Ausbau wird eines Tages nicht zum Krümelspiel. An breitern Stellen habe ich oben und unten je eine dünne Hartschaumplatte eingelegt und den PU Schaum dazwischen gespritzt. Dieser verklebt dann mit den Platten und das hält über die Spreizung in der Lücke.

Und ja, die Alde Turmheizung ist Explosionstechnisch unkritisch, sofern ordentlich gewartet,da sie ausschließlich mit Aussenluft läuft. Ich habe bei mir das Alu-Papier-Flex gegen ein Voll-Alu-Flex getauscht. Das reagiert sparsamer mit der Luftfeuchtigkeit.



26240 Re: Gasprobleme - Joe 06. Mai 2015 13:43:4226235

eigentlich müsste der gaswarner mit einem master-ventil gekoppelt werden....,

oneshot-lösung: wenn der gaswarner auslöst schliesst das ventil und lässt sich nur manuell wieder öffnen.

das wäre ein neues produkt. hab sowas noch nicht gesehen hätte das aber gerne.



26242 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 06. Mai 2015 18:25:5426240

Moin Joe,
genial einfach, Deine Idee mit der Kombination Gaswarner/Magnetventil. Ich hatte bisher mehr an eine optische Überwachung der Flamme gedacht oder eine Methode, die vorhandene Sicherung einfach zu verdoppeln, was nicht so einfach wäre.
Ich habe gleich mal eine Mail an den Vertreiber von dem Ding (TriGasAlarm - Linnepe) geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

kürzlich habe ich mich entschieden, einen Gaswarner für unser Wohnmobil zu kaufen. Aufgrund positiver Kommentare Ihrer Kunden habe ich mich für den TRIGAS-Alarm aus Ihrem Hause entschieden.
zwei Anmerkungen dazu.
erstens, die Art der Wandmontage ist nicht optimal gelöst, weil man die Schrauben nicht festziehen kann, wenn man das Gerät gesetzt hat. Man kommt ja nicht mehr an die Schrauben heran. Aber das ist nicht so wichtig, in meinem Fall kann ich durch die Wand gehen und nehme halt normale Gewindeschrauben mit einer Mutter von hinten.
zweitens, und das wäre wirklich wichtig: Was passiert, wenn Gas in das Mobil strömt und keiner ist zu Hause, der den Alarm hört. Nehmen wir mal an, der Kühlschrank (was mir vor 14 Tagen passiert ist) verströmt aufgrund einer Störung Gas in das Wohnmobil und die Gasheizung ist in Betrieb, weil es kalt ist.
Wenn dann eine kritische Konzentration erreicht ist, geht das Ding vermutlich hoch.
Warum - das ist meine Frage: gibt es keinen zusätzlichen 12 V Ausgang, der gleichzeitig mit dem Voralarm geschaltet wird. Den könnte man auf ein Magnetventil einwirken lassen, das sich dann schließt (also eines, das unter Nichtspannung offen ist). Dieses Magnet könnte in die Haupt-Gasleitung eingeschleift werden.
Mit dieser Lösung hätte man auch Sicherheit, wenn keiner im Wohnmobil ist (oder vielleicht nur der - arme - Hund).
Denken Sie doch mal über diese Lösung nach, vielleicht lässt sich das nachrüsten. Sie hätten dann mit diesem Produkt ein Alleinstellungsmerkmal und entsprechenden Umsatz. Mir ist nicht bekannt, ob es einen Gaswarner am Markt gibt, der dieses Feature hat.

mit besten Grüßen

mal sehen, ob das was bringt. Von der Elektronik her sollte die Realisierung einfach sein.
Inzwischen habe ich den Gaswarner eingebaut. Geärgert habe ich mich über den elektronik-Schrott, der heute so verbaut wird. Die Anschlussleitungen sind aus Klingeldraht. Keine macht sich Gedanken darüber, dass im Wohnmobilbau so dünne Leitungen eigentlich nicht üblich sind, also muss man erst mal wieder Verbindungen löten, statt einfach nur mit Steckverbindungen zu arbeiten.
Aber das Ding funktioniert. Wenn man (wie vorgeschlagen) ein Gasfeuerzeug drunter hält (ohne Flamme) funktioniert es sofort. Wenn man die große Flamme am Herd öffnet (ca. 1,5 m vom Gaswarner entfernt, der 30 cm über dem Boden montiert ist), ohne Feuer, dann fängt nach ca. 3 Min. der Alarm an. Und zwar so laut, dass man im Ernstfall aufwacht.
Ich hoffe, ich kann die Gattin überzeugen...
mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26250 Re: Gasprobleme - Joe 07. Mai 2015 10:08:5826242

Gute initative. wenn die sowas bauen will ich auch einen.
allerdings sollte das ventil unter vorspannung federbelastet offen sein und durch den elektoimpuls schliessen, aber duch fehlenden strom nicht mehr aufgehen, sonder nur noch durch "werkzeug" wieder aufzuziehen sein. Magnetische lösungen dafür gibt es, an einem gasventil unserer größenordung (also sehr klein) habe ich das noch nicht gesehen.



26247 Re: Gasprobleme - Arnim aus Wertheim 07. Mai 2015 09:02:0926242

Hallo Detlef,
interessantes Produkt, das Du Dir da ausgedacht hast.

Allerdings frage ich mich, ob es nicht besser wäre, ein Magnetventil zu verwenden, das bei 12 V öffnet und stromlos schließt. Sonst gibt es immer noch das Risiko, daß bei einem Fehler in der Elektrik oder des Sensors das Ventil offen steht.

Aber mal was anderes: angeblich ist im Winter das LPG besser gemischt (mehr Propan). Ich tanke immer im Wnter, im Sommer brauche ich so wenig Gas, daß ich da nicht nachtanken muß. Ich habe daher in sieben Jahren noch nie das Problem gehabt, daß das Gas nicht aus dem Tank wollte.

Gruß
Arnim



26253 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 07. Mai 2015 10:33:5226247

Moin Arnim,
vielleicht ist es so, wie Du es machst, besser. Ich habe auch schon mal gehört, dass die Gasfritzen beim LPG im Winter mehr Propan zumischen. Inzwischen gibt es aber so viele Gastankstellen, dass ich mir vorstellen könnte, dass deren Tanks wegen der relativ geringeren Abnahme pro Tankstelle nicht regelmäßig nachgefüllt werden müssen, so dass es durchaus sein kann, dass man im Herbst noch "Sommergas" vorfindet. Zudem ist es schwierig für mich (Saisonkennzeichen) im Winter zu tanken.
Aber das Problem der Nicht-Vergasung habe ich schon öfter erlebt, wenn es im Frühjahr noch mal kalt ist. Man merkt es in der Regel an der weniger intensiven Flamme des Kochfeldes. Das Problem tritt auch gerne auf, wenn die Temperatur tief ist und der Tank voll. Dann reicht die Gasblase im Tank nicht aus, um für den notwendigen Gasnachschub zu sorgen. IN diesen Fällen habe ich immer die Propangasflaschen zugeschaltet. Bei neueren Wohnmobilen habe ich schon oft gesehen, dass der Gastank in der Garage montiert war. Das macht schon Sinn.
mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26258 Re: Gasprobleme - Arnim aus Wertheim 07. Mai 2015 13:08:5326253

Hallo Detlef,
Tank in der Garage macht auch Sinn wegen des Rostes: unterm Wagen liegt der Tank dem Steinschlag voll ausgesetzt, und dann im Winter das Salz drauf .... (also bei mir, bei Dir ja nicht).

Der TÜV-Prüfer hat mir schon gesagt, daß ich so im nächsten Jahr mit dem Tank nicht durchkomme.

Gruß

Arnim



26268 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 07. Mai 2015 16:09:0626258

Moin Arnim,
dann muss der Tank aber schon heftig verrottet sein. Der Stahlmantel ist ja nicht gerade aus Trompentenblech.
ich nehme meinen Tank alle 10 Jahre zur Prüfung heraus. die Roststellen werden mit der Wabbelscheibe entrostet und anschließend 3 mal dick mit Hammerit in rot angestrichen.
Auf diese Weise hat er schon 29 Jahre überlebt... und sieht eigentlich wie neu aus.
mit besten Grüßen
Detlef



26270 Re: Gasprobleme - Arnim aus Wertheim 08. Mai 2015 07:46:4226268

Hallo Detlef,
ich habe es mir selbst noch nicht angesehen, der Tank war vor 8 Jahren draußen und wurde entrostet.

Am Wochenende lege ich mich mal drunter.

Ich habe etwas den Eindruck, als wenn die TÜV-Prüfer manchmal was brauchen. Der meinte auch, das Blech sei sehr dünn - aber vielleicht doch etwas dicker als sein Sachverstand.

Gruß

Arnim



26273 Re: Gasprobleme - Rudolf 08. Mai 2015 21:35:1126270

Bei der letzten Tankprüfung (20 Jahre) habe ich den Tank für'n Appel und ein Ei bei der Prüffirma in Hodenhagen (ja, das heißt so!) pulverbeschichten lassen. Ist auch schon wieder 3 Jahre her.
Es war - meine ich - ein niedriger zweistelliger Eurobetrag. Ich hatte es ursprünglich nicht vor aber weil es so günstig war...
Wenn jemand Interesse hat suche ich die Rechnung mal raus.
Jedenfall nix mit Rost und beeindruckt jeden Betrachter, einschl. Prüfer...

Grüße
Rudolf



26277 Re: Gasprobleme - Arnim aus Wertheim 09. Mai 2015 12:22:1526273

Hallo Rudolf,

guter Tip, danke, habe ich mal in meine Tipliste aufgenommen, falls ich den Wagen zur nächsten Prüfung noch fahre, ist das sicher eine Überlegung wert.

Gibt's sicher auch woanders als in Hodenhagen, das wäre mal gute 4 Stunden von uns weg ...

Gruß

Arnim



26278 Re: Gasprobleme - Gerd aus OF 09. Mai 2015 22:26:3226277

Ich habe vor drei Jahren meinen ausgebauten Gastank gut verpackt zu Wynen geschickt, die haben 10Jahres Prüfung und Rostvorsorge gemacht.
Gruß Gerd



26261 Re: Gasprobleme - Gerd aus OF 07. Mai 2015 13:35:0926258

Arnim, dann ziehste du halt die 10jahres Prüfung für den Tank vor und lasst bei Wynen gleich Steinschlag- und Rostschutz etc aufbringen.
Gruß Gerd



26266 Re: Gasprobleme - Arnim aus Wertheim 07. Mai 2015 15:55:1526261

Hallo Gerd,
wenn das geht, ist das sicher eine Option.

Danke !

Gruß

Arnim



26251 Re: Gasprobleme - Joe 07. Mai 2015 10:10:5326247

recht hast du armin, wintergas enthält erheblich weniger butan

eine 12v spiegelheizfolie unten am gastank montiert löst das Problem aber.



26259 Re: Gasprobleme - Arnim aus Wertheim 07. Mai 2015 13:10:3126251

Hallo Joe,
das mit der Folie ist gut, falls sie das rauhe Leben unterm Tank aushält ...

Dann wäre sie auch ein guter Schutz für den Tank.


Gruß

Arnim



26256 Re: Gasprobleme - Gerd aus OF 07. Mai 2015 12:37:4226251

Also, unter einem 80 Liter Gastank kann eine Spiegelheizfolie aber wenig ausrichrichten. Tanke kein LPG mehr, sondern nur noch Propan was es an einigen Stationen in Deutscland gibt. Ich habe vor zwei Jahren das Rest-Butan abgelassen weil selbst bei niedrigen Plusgraden an der Nordsee nichts mehr ging wenn von dem Gemisch das Propan verbraucht war. Zwei 11 kg Propanflaschen waren da immer die Rettung.

Gruß Gerd



26254 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 07. Mai 2015 10:55:4626251

Moin Rudolf,
die Vorschrift von Dometic für den Einbau der Kühlschränke kenne ich auch - aber dunkelgrau ist alle Theorie.
Schon ein Blick auf die Rückseite dieser Kühlschränke lassen dem Abdichter die Haare zu Berge stehen. Da gibt es kaum glatte Flächen und so wird die Abdichtung zum Abenteuer.
Bei einem 29 Jahre alten Wohnmobil kann man eine Abdichtung total vergessen. Da laufen im Kühlschrankschacht: die Abwasserleitung von der Spüle quer (und ist auch nicht verlegbar, wegen des Gefälles) die Dach-Entlüftung des Abwassersystems nach oben, die Entlüftung des Fäkalientankes nach oben, die Zuluftung der Bad Heizung quer, die Warmwasserleitung der Heizung quer, Kalt- und Warmwasserleitungen quer, das Gas-Reduzierventil von 50 mb auf 30 mb, die 220 V Verdrahtung für den Wandler, die Gasleitungen für den Heizturm, die Gaszuleitung von den Flaschen in der Garage, die Abwasserleitung vom Waschbecken im Bad usw.
Das sind alles Teile, wo man hin und wieder auch mal dran muss, weil etwas nicht funktioniert. Wenn ich das mit einer Abdichtung zubaue, werde ich meines Schrauberlebens nicht mehr froh. Das kann man vergessen.
Ich frage mich, warum DOMETIC nicht in der Lage ist, die Luft für den Kühlschrankbrenner von außen zu holen (und damit beim Ausfall des Brenner-Sicherheitssystems auch das unverbrannte Gas nach außen zu leiten). Das wäre zwar etwas teurer, als die heute verwendete Billig-Blech-Ummantelung, aber sicherer.
Aber, solange die Prüforganisationen nicht merken, dass künstliche Brüste mit Industriesilikon abgefüllt werden, werden sie auch weiterhin die unsicheren Kühlschränke testieren.
Mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26264 Re: Gasprobleme - Rudolf 07. Mai 2015 15:38:1626254

Bei meinem Liner, Bj. 1992 ist (noch erste) Kühlschrank absolut dich mit Batuband (wie auf'm Dach) gegen den Innenraum verklebt. Allerdings hat meiner auch die große Tür für Wartungszwecke, sodaß ich hinten überall drankomme.

Grüße
Rudolf



26267 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 07. Mai 2015 16:04:3626264

Moin Rudolf,
die Tür habe ich auch. Allerdings ist mein Liner von 1986 - da hat man bei N & B noch nicht so weit gedacht und alles mit den erwähnten Rohren und Leitungen zugebaut, so dass eine Abdichtung unmöglich ist.
mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26263 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 07. Mai 2015 15:36:5426254

Moin Joe,
mit meiner Entscheidung für einen Gasmelder war ich mal wieder zu schnell und habe nur die Geräte angesehen, die im Camping-Vertrieb (z.B. von Berger) vertrieben werden.
Inzwischen habe ich ein Gerät gefunden, das den fehlenden 12 V Ausgang hat, mit dem man im Alarmfall ein Magnet-Ventil ansteuern könnte, das den Gasdurchfluss aus dem Tank bzw. aus den Flaschen unterbricht. GA 90 12 V
Das Gerät wird gebaut von Indexa (www.indexa.de) dort unter "Brandschutztechnik" gelistet. Ob man bei dieser Firma direkt kaufen kann, habe ich nicht nachgeprüft. Auf jeden Fall geht es bei www.rauchmeldershop-online.de für Euro 119,38 (also gerade mal 20 Euro teurer als das von mir gekaufte TRIGas Gerät.)
Allerdings wirbt Trigas damit, auch Narkosegase zu riechen. Das kann das GA 90 nicht. Es ist ein Gasmelder für Propan Butan und Stadtgas.
mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26265 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 07. Mai 2015 15:45:5526263

Moin Joe,
ich muss mich noch einmal korrigieren. Bei Berger wird unter der Bezeichnung AMS Kombi-Alarm für 139 Euro ein Gaswarner angeboten, der einen Ausgang zum Anschluss von Warnlampen und ähnlichen Geräten hat. Ich nehme an, der hat 12 V und man könnte theoretisch auch ein Magnetventil damit ansteuern.
Leider war dieses Gerät in der nächstgelegenen Berger-Filiale nicht zu haben.
mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26300 Re: Gasprobleme - Joe 13. Mai 2015 20:31:5326265

auf jeden fall danke für die recherche



26302 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 15. Mai 2015 11:51:0926300

Moin Joe,
da ich den Gaswarner TRIGas nun schon gekauft und eingebaut habe, werde ich ihn auch drinlassen. Linnepe ist nicht bereit, einen Abgang (der in dem Gerät schon vorgesehen ist) zu schalten, mit dem man ein zweites Gerät, also z.B. ein Magnetventil, ansteuern könnte, weil man unzählige Reklamationen und Anfragen befürchtet. (???)
Ich werde also noch einmal in die Tasche greifen und einen Gaswarner kaufen, der die Möglichkeit einer Ansteuerung eines Magnetventils von Hause aus bietet.
Für die Ansteuerung habe ich mir schon etwas überlegt: Das sollte mit einem "Relais mit 2 Wechselkontakten" machbar sein. Da gäbe es die Möglichkeit, das Magnetventil dauerhaft bei Alarm elektrisch geschlossen zu halten und mit einem Druckschalter zum quittieren, wieder zu öffnen.
Damit wäre das Problem eines Magnetventiles, das manuell wieder geöffnet werden müsste (und was es vielleicht in so kleiner Ausführung, wie wir es brauchen, gar nicht gibt.) auch gelöst.
Ich bleibe auf jeden Fall an dem Problem dran.

mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26303 Re: Gasprobleme - Armin H. 18. Mai 2015 06:29:5426302

Moin Detlef,
jede änderung der Gasanlage ist Prüfpflichtig. Jedes Bauteil muß
eine DVGW Nr Tragen. Alles andere ist nicht erlaubt, auch wenn es noch so sinnvoll erscheind.
Wer das nicht beachtet verliert sein kommpletten Versicherungsschutz und spielt mit seinem und
andern Leben.
Gruß
Armin



26304 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 18. Mai 2015 12:23:0626303

Lieber Armin, Deinen Einwand in Ehren, aber seit

Jahrzehnten wurden Kühlschränke und andere gasbetriebene Geräte verkauft, die Sicherheitssysteme gegen Gasaustritt eingebaut haben (müssen). (und die vermutlich alle abgenommen und geprüft waren). Die sicherheitsrelevanten Bauteile, die da hinterher als Ersatzteile verkauft wurden und werden, sind sicherlich nicht geprüft.
Wenn ich für einen Magnetschalter (der im Kühlschrank dafür sorgt, dass der Gasfluss gestoppt wird, wenn die Flamme ausgeht) bei Expo in Wertheim 33 Euro bezahle, bei einem Händler hier bei mir in der Nähe vor 2 Jahren um die 12 Euro und bei eBay heute irgendwas um die 10 Euro, alle Teile aber nach Bild und Augenschein völlig gleich sind, dann kann doch irgendwas nicht in Ordnung sein.
Inzwischen sind die Kühlschränke z.B. elektrisch gesteuert und das scheint mir von der Funktion her etwas sicherer zu sein, als die elektrisch/mechanische Sicherung der alten Schränke. Aber in Anbetracht der hohen Preise, die für die Dinger verlangt werden, kann man sie ja nicht ohne Bauchschmerzen einfach wegwerfen und ersetzen, wenn sie ansonsten noch in Ordnung sind.
Deswegen die Überlegung, zusätzliche Sicherheit einzubauen.
Da es hier um die persönliche Sicherheit geht, kümmere ich mich selbst darum und verzichte auf die Hilfe von Fachleuten, genau so, wie ich Fachleute auch nicht an meine Bremsen oder an die Reifen meines Motorrades lasse. Ich fühle mich einfach sicherer, wenn ich selber weiß, dass da alles in Ordnung ist.
Die Gasanlage - da sind wir uns vermutlich alle einig - ist ein Objekt der permanenten Überprüfung durch den Betreiber selbst. Die zweijährige "Gasprüfung" ist doch nur ein Feigenblatt für den TÜV und Leute, die naiv genug sind, sich nach einer solchen Prüfung absolut sicher zu fühlen. Mal davon abgesehen, dass diese Prüfungen sehr oberflächlich sind; die Gasanlage kann schon einen Tag nach der Prüfung eine Störung haben, wenn z.B. ein Ventil nicht schließt oder durch die Rüttelei auf schlechten Wegstrecken ein Leck an einer Leitungsverbindung entsteht.
Aus diesem kühlen Grund finde ich es unerlässlich, neben dem Detektor, den wir alle mitten im Gesicht haben, (Gas hat einen besonderen Geruch) weitere aktive Sicherheit einzubauen, die funktioniert, wenn die Nase schläft, also z.B. einen Gaswarner für die Nacht und im nächsten logischen Schritt auch noch ein Magnetventil, das die Haupt-Gasleitung unterbricht, wenn der Gaswarner feststellt, dass Gas ins Wohnmobil austritt, für die Zeiten, wo niemand im Wohnmobil sich befindet.
Das die Hersteller von Wohnmobilen nicht verpflichtet werden, solche Einrichtungen von Hause aus einzubauen, ist unverständlich, insbesondere deshalb, weil man ihnen auf der anderen Seite gestattet, Gasanlagen zu verbauen, die mit einem Schneidring-Leitungssystem arbeiten, das ich persönlich in Anlagen, die sich bewegen und verwinden - und das ist nun mal in Wohnmobilen so - , für bedenklich halte. Warum benutzt man nicht Verbindungen, wie sie z.B. bei hydraulischen Bremssystemen im Automobilbereich verwendet werden? Die wären viel sicherer - aber auch teurer. Und an dieser Stelle liegt der Hase vermutlich im Pfeffer.

mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26305 Re: Gasprobleme - Armin H. 18. Mai 2015 14:45:3426304

Hallo Detlef,
du hast mit fast allem recht was du Schreibst.
Aber sobald du Bauteile benutzt die nicht für diese Zwecke gebaut worden sind gibt es
Probleme. Das Magnetventiel vom Kühlschrank ist vom Hersteller Bauart geprüft und nur für diesen zweck
im Kühlscharank, und nicht irgendwo in der Leitung. Auch wenn das alles funktioniert ist es nich konform mit dem Arbeitsblattb G 607 A. Solange nichts passiert ist alle Ok. Aber wenn dann hast du ein gewaltiges problem.
Gruß
Armin



26306 Re: Gasprobleme - Joe 18. Mai 2015 16:12:2726305

ich habe schon schöne gasventile gefunden, marke "stromlos geschlossen", einm FET Inverter ist mit 4 Teilen gebaut (2xR, 1xT und 1xD). Verbrauchen tut das etwa 50mA inkl. Ventil.

ABER: das Ventil hat keine Bescheinigug für den mobilen Betrieb.

Ich bin mittlerweile im Denken dann einen Schritt weiter. Es gibt ja die Gasverteilerhähne. Betrieb manuell, drehung um 90°. Da einen kleinen Getriebemotor mit 1 End-Microschalter drauf, Den Gaswarner als als Impulsgeber, motor dreht dann los bis endschlalter erreicht. Zu ist. Für Auf gibts keine Schaltung. Fertig
Öffnen nach Abschaltung: Moter vom Hahn ziehen, Aufdrehen, Motor wieder aufstecken.

Fertig, einfach und voll Regelkonform, da kein Eingriff mit nicht zugelassen Teilen.

Anzubauen direkt nach dem Hauptgasregler.

Was meint ihr?



26312 Re: Gasprobleme - Detlef Ress 21. Mai 2015 08:48:2126306

Moin Joe,
das hört sich gut an. Ein Problem ist dabei vielleicht die Schwergängigkeit der üblichen Gashähne. Da wirst Du einen ordentlichen Hebel brauchen und dann ist die Frage, ob der Stellmotor dann noch den langen Weg gehen kann.
Ich bin weiterhin an einer elektronischen Lösung dran. ... und denke über ein Relais mit zwei Wechselkontakten nach. Damit wäre es theoretisch machbar, Magnetventile zu anzusteuern und wieder zurückzusetzen mit einem Taster. Die Funktion könnte man mit einer Kontrolleuchte anzeigen, die in den Stromkreislauf zum Ventil eingeschleift würde. Dann kann ich sehen, ob die Ventile bei Abwesenheit durch einen Impuls, der bei Gasaustritt vom Gaswarner erzeugt wird, geschlossen wurden und kann sie anschließend mit dem Taster wieder öffnen.
Armin hat ja auf die entsprechenden Vorschriften aufmerksam gemacht. Ich habe mir die schon runtergeladen, aber noch nicht sorgfältig durchgelesen. Aber ich denke mal, das Einschleifen eines Magnetventils in die Gasleitung sollte kein unvorschriftsmäßiges Hindernis sein. Das ist bei anderen Gas-Anlagen Stand der Technik.
Ich greife ja nicht in die Gastechnik der Geräte ein, wenn ich die Hauptleitungen (vom Tank und von der Flasche) mit einem Magnetventil schließe.
Ich werde nach Pfingsten die Teile kaufen und einen Versuchsaufbau herstellen. Wenn es funktioniert, werde ich es einbauen. (und dann auch eine Schaltung hier hinterlegen).
mit besten Grüßen aus der Heide
Detlef



26307 Re: Gasprobleme - Armin H. 18. Mai 2015 16:18:2426306

Hallo Joe,
Dein Bauteil muß außerhalb des Flaschenkasten sein. Ansonsten OK meiner Meinung.

Gruß
A.H.



26308 Re: Gasprobleme - Joe 18. Mai 2015 18:08:0426307

ja das muss es mit sicherheit. aber vermutl gleich danach. zwinker



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